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§ 13 PBefG · § 4 PBZugV · Prüfungsvorbereitung

IHK-Fachkundeprüfung Taxi & Mietwagen

Die Pflichtprüfung für jeden angehenden Taxi- und Mietwagenunternehmer in Deutschland. Vier Sachgebiete nach Anlage 3 PBZugV, ein bundesweit gültiges Fachkundezeugnis — dein Weg in die Selbstständigkeit.

Bildungsgutschein: Förderung prüfen98 % BestehensquoteBundesweit gültig

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Bestehensquote

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Absolventen seit 1996

30+

Jahre Erfahrung

IHK-Fachkundeprüfung Taxi und Mietwagen — Vorbereitung in Stuttgart

Sachgebiete

4 (Anlage 3 PBZugV)

Prüfungsgebühr

255 € (IHK Stuttgart)

Schriftlich

2 Teile à ≥ 1 Std.

Bestehensgrenze

60 % gesamt · 50 % je Teil

Was ist die IHK-Fachkundeprüfung?

Der gesetzliche Nachweis deiner fachlichen Eignung

Nach § 13 Abs. 1 Nr. 3 PBefG muss jeder Taxi- oder Mietwagenunternehmer seine fachliche Eignung nachweisen. Dies geschieht in der Regel durch die Fachkundeprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Die Details der Prüfung regelt die Berufszugangsverordnung (PBZugV) — insbesondere § 2 (Anforderungen), § 3 (Nachweis) und § 4 (Fachkundeprüfung). Das Fachkundezeugnis ist bundesweit gültig und Voraussetzung für die Erteilung einer Taxi- oder Mietwagenkonzession.

Die Prüfung besteht aus zwei schriftlichen Teilprüfungen à mindestens einer Stunde. Eine mündliche Ergänzungsprüfung folgt nur, wenn beide Teile mit mindestens 50 % bestanden sind, das Gesamtergebnis aber unter 60 % liegt (§ 4 Abs. 5 PBZugV). Bestanden hat, wer mindestens 60 % der Gesamtpunkte und mindestens 50 % in jeder Teilprüfung erreicht.

Nicht verwechseln

Die Fachkundeprüfung ist nicht dasselbe wie der P-Schein (Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung nach § 48 FeV). Der P-Schein erlaubt das Fahren als Angestellter, das Fachkundezeugnis das Betreiben eines eigenen Unternehmens.

§ 13 PBefG · Anlage 3 PBZugV

Die Sachgebiete der IHK-Fachkundeprüfung

Anlage 3 PBZugV nennt in Abschnitt A vier Sachgebiete für innerstaatliche Beförderungen; Abschnitt B kommt nur bei grenzüberschreitendem Verkehr hinzu. Eine Prozent-Gewichtung enthält die Anlage nicht — die Angaben sind unsere Erfahrungswerte zur Lernzeit.

01

Recht

Lernzeit ca. 35 %

  • Personenbeförderungsrecht (PBefG, BOKraft)
  • Straßenverkehrsrecht (StVO, StVZO, PflV)
  • Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Beförderungsvertragsrecht (BGB, PBefG)
  • Handelsrecht (HGB, BGB)
  • Steuerrecht (UStG, EStG, KraftStG)
02

Kaufmännische & finanzielle Führung

Lernzeit ca. 25 %

  • Zahlungsverkehr
  • Kostenrechnung und Kalkulation
  • Beförderungsentgelte und -bedingungen
  • Beförderungsdokumente
  • Buchführung und Finanzlage
  • Versicherungswesen
03

Technischer Betrieb & Betriebsdurchführung

Lernzeit ca. 20 %

  • Zulassung und Betrieb der Fahrzeuge
  • Ausrüstung und Beschaffenheit der Fahrzeuge
  • Taxameter und Wegstreckenzähler
  • Bereitstellung der Fahrzeuge
  • Fernsprech- und Funkverkehr
04

Straßenverkehrssicherheit, Unfallverhütung & Umweltschutz

Lernzeit ca. 15 %

  • Verkehrssicherheit und Unfallverhütung
  • Maßnahmen bei Unfällen
  • Alkohol- und Drogenverbote (0,0 ‰)
  • Umweltschutz bei Verwendung und Wartung
  • Lenk- und Ruhezeiten
05

Grenzüberschreitender Verkehr

Lernzeit ca. 5 %

  • Internationales Personenbeförderungsrecht
  • Pass- und zollrechtliche Vorschriften
  • Beförderungsdokumente im internationalen Verkehr
  • Nur relevant in grenznahen IHK-Bezirken

Dein Weg zur Konzession

So läuft die Prüfung in 6 Schritten ab

1

Unterlagen zusammenstellen

Personalausweis/Reisepass, tabellarischer Lebenslauf, ausgefüllter IHK-Anmeldebogen.

2

Bei der IHK anmelden

Anmeldung bei der IHK am Wohnsitz (§ 7 Abs. 3 PBZugV). Gebühr: 255 € bei der IHK Stuttgart.

3

Kurs besuchen

Unser Intensiv-, Wochenend- oder Online-Kurs bereitet dich auf alle vier Sachgebiete der Anlage 3 PBZugV vor.

4

Schriftliche Prüfung

Zwei Teilprüfungen à mindestens 1 Stunde mit Multiple-Choice, offenen Fragen und Fallaufgaben (§ 4 PBZugV).

5

Mündliche Ergänzung (ggf.)

Eine mündliche Ergänzungsprüfung gibt es nur, wenn du beide schriftlichen Teile mit mindestens 50 % bestehst, insgesamt aber unter 60 % bleibst (§ 4 Abs. 5 PBZugV).

6

Fachkundezeugnis erhalten

Bei Bestehen erhältst du das IHK-Fachkundezeugnis — die Voraussetzung für deine Taxi- oder Mietwagenkonzession.

§ 47 vs. § 49 PBefG

Taxi oder Mietwagen — was ist der Unterschied?

Die IHK-Fachkundeprüfung ist für beide Verkehrsformen identisch. Der rechtliche und betriebliche Unterschied liegt in der Bestellweise, der Rückkehrpflicht und der Tarifbindung — und entscheidet, welche Konzession du beantragen musst.

Ausführlicher Ratgeber: Mietwagen vs. Taxi
Taxi und Mietwagen — rechtliche Unterschiede

Rechtsgrundlage

Taxi § 47

§ 47 PBefG — Verkehr mit Taxen

Mietwagen § 49

§ 49 PBefG — Verkehr mit Mietwagen

Bestellung

Taxi § 47

Am Taxistand oder durch Winken auf der Straße

Mietwagen § 49

Nur am Betriebssitz — Aufträge müssen dort eingehen

Rückkehrpflicht

Taxi § 47

Keine — Taxis dürfen am Zielort auf neue Kunden warten

Mietwagen § 49

Ja — Rückkehr zum Betriebssitz nach jedem Auftrag

Tarifbindung

Taxi § 47

Ja — behördlich festgelegter Tarif

Mietwagen § 49

Nein — Preise werden frei vereinbart

Fachkundeprüfung

Taxi § 47

Gemeinsame Prüfung (§ 4 PBZugV)

Mietwagen § 49

Gemeinsame Prüfung (§ 4 PBZugV)

Mindestkapital

Taxi § 47

2.250 € (erstes Fahrzeug) + 1.250 € je weiteres (§ 2 PBZugV)

Mietwagen § 49

Gleiche Regelung wie Taxi

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Unsere Kurse werden von aktiven Taxiunternehmern geleitet. Keine trockene Theorie — Praxis, die dich durch die Prüfung und durch den Alltag trägt.

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