Wie schwer ist die IHK-Fachkundeprüfung wirklich? Wir zeigen typische Beispielfragen aus mehreren Prüfungsbereichen mit Musterlösungen — damit du ein Gefühl für Niveau und Stil bekommst und gezielt üben kannst.
„Was wird in der IHK-Fachkundeprüfung eigentlich gefragt?" Diese Unsicherheit hält viele vom Start ab. Deshalb zeigen wir dir hier typische Beispielfragen mit Musterlösungen aus mehreren Prüfungsbereichen. Sie geben dir ein realistisches Gefühl für Niveau und Stil — und nehmen dem Ganzen den Schrecken. Die Fachkundeprüfung ist anspruchsvoll, aber mit System gut zu schaffen.
Wie die Prüfung aufgebaut ist
Die IHK-Fachkundeprüfung nach § 13 PBefG deckt sieben Sachgebiete ab — von Recht über kaufmännische und finanzielle Betriebsführung bis zu technischen Normen und Verkehrssicherheit. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Einen vollständigen Überblick über die Bereiche findest du im Ratgeber IHK-Prüfung: die 5 Bereiche.
Die folgenden Beispiele sind typische Fragen im Prüfungsstil — echte Prüfungsfragen veröffentlichen die Kammern nicht, aber Niveau und Themen sind vergleichbar.
Bereich Recht & PBefG
Beispielfrage: Worin unterscheidet sich der Taxiverkehr rechtlich vom Mietwagenverkehr?
Musterlösung: Der Taxiverkehr unterliegt der Beförderungspflicht, der Betriebspflicht und der Tarifpflicht — Taxis müssen am Halteplatz bereitstehen, dürfen Fahrgäste nicht grundlos ablehnen und rechnen nach behördlich festgelegtem Tarif ab. Der Mietwagenverkehr kennt diese Pflichten nicht, unterliegt aber der Rückkehrpflicht: Nach jeder Fahrt muss das Fahrzeug zum Betriebssitz zurückkehren, sofern kein neuer Auftrag vorliegt. Außerdem darf der Mietwagen nicht auf öffentlichen Plätzen auf Kundschaft warten.
Bereich Kaufmännische Betriebsführung
Beispielfrage: Ein Taxi verursacht monatliche Fixkosten von 1.800 €. Pro gefahrenem Auftrag bleibt ein Deckungsbeitrag von 6 €. Wie viele Aufträge sind nötig, um die Fixkosten zu decken?
Musterlösung: Der Break-even ergibt sich aus Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitrag: 1.800 € ÷ 6 € = 300 Aufträge pro Monat. Erst ab dem 301. Auftrag erwirtschaftet das Fahrzeug Gewinn. Solche Rechnungen sind ein Klassiker — sie prüfen, ob du die Kostenstruktur deines Betriebs verstehst.
Bereich Steuern & Finanzen
Beispielfrage: Welcher Umsatzsteuersatz gilt im Taxiverkehr für Beförderungen, und wovon hängt er ab?
Musterlösung: Für Taxifahrten gilt unter bestimmten Voraussetzungen — etwa bei kurzen Strecken im Nahverkehr — der ermäßigte Umsatzsteuersatz. Maßgeblich sind die Regelungen des Umsatzsteuergesetzes zur Personenbeförderung. In der Prüfung kommt es darauf an, dass du den Unterschied zwischen ermäßigtem und Regelsteuersatz kennst und weißt, dass die genaue Anwendung von der Art und Länge der Beförderung abhängt.
Bereich Technik & BOKraft
Beispielfrage: In welchen Abständen muss das Taxameter geeicht werden, und warum?
Musterlösung: Das Taxameter unterliegt der Eichpflicht und muss regelmäßig — üblicherweise jährlich — geeicht werden. Die Eichung stellt sicher, dass der Fahrpreis korrekt und manipulationsfrei berechnet wird. Ein nicht geeichtes Taxameter darf nicht im gewerblichen Verkehr eingesetzt werden; Verstöße können zu Bußgeldern und zum Entzug der Konzession führen.
Bereich Verkehrssicherheit & Umwelt
Beispielfrage: Nennen Sie zwei Maßnahmen, mit denen ein Taxiunternehmen die Verkehrssicherheit erhöhen kann.
Musterlösung: Möglich sind etwa regelmäßige Wartung und Hauptuntersuchung der Fahrzeuge, Schulung der Fahrer zu defensiver Fahrweise und Ergonomie, die Begrenzung von Lenkzeiten zur Vermeidung von Übermüdung sowie der Einsatz moderner Assistenzsysteme. Die Prüfung erwartet konkrete, betrieblich umsetzbare Maßnahmen.
So übst du am wirksamsten
Beispielfragen lesen ist der erste Schritt — aktives Üben ist der entscheidende. Wir empfehlen dir drei Bausteine:
- Prüfungssimulator: Übe kostenlos unter realistischen Bedingungen mit sofortiger Auswertung.
- Prüfungsbücher: Das Prüfungsbuch Schriftlich und das Prüfungsbuch Mündlich liefern dutzende Fragen mit Musterantworten — ideal zur Wiederholung.
- Vorbereitungskurs: Im Online-Kurs oder Intensivkurs erklären dir erfahrene Dozenten den Stoff systematisch und gehen auf typische Stolperfallen ein.
Vom Üben zur bestandenen Prüfung
Wer regelmäßig mit Beispielfragen arbeitet, geht mit Sicherheit statt Bauchgefühl in die Prüfung. Du verstehst nicht nur die Antworten, sondern den dahinterliegenden Stoff — und genau das fragt die mündliche Prüfung ab.
Du willst den kompletten Stoff strukturiert lernen und dabei gezielt auf die Prüfungslogik vorbereitet werden? Dann schau dir unsere Vorbereitungskurse an — mit Bildungsgutschein oft für 0 €. Und wenn du schon einmal eine Prüfung nicht bestanden hast, hilft dir der Ratgeber IHK-Prüfung nicht bestanden — was nun? beim nächsten Anlauf.
Häufige Fragen
Sind das echte Prüfungsfragen?
Die hier gezeigten Fragen sind typische Beispielfragen im Stil der IHK-Fachkundeprüfung. Die tatsächlichen Prüfungsfragen werden von den Kammern nicht veröffentlicht, orientieren sich aber an denselben sieben Sachgebieten und einem vergleichbaren Niveau. Zum Üben unter realistischen Bedingungen eignet sich unser Prüfungssimulator.
Wie viele Fragen umfasst die schriftliche IHK-Prüfung?
Die schriftliche Prüfung deckt alle Sachgebiete der Berufszugangsverordnung ab und kombiniert Wissensfragen mit kleinen Rechenaufgaben und Fallbeispielen. Umfang und Gewichtung legt die jeweilige IHK fest. Wichtig ist weniger die genaue Zahl als die gleichmäßige Beherrschung aller Bereiche.
Wie bereite ich mich am besten auf die Fragen vor?
Am wirksamsten ist die Kombination aus strukturiertem Lernen, regelmäßigem Üben mit Beispielfragen und dem Durchsprechen typischer mündlicher Fragen. Unsere Vorbereitungskurse vermitteln den Stoff systematisch, der Prüfungssimulator und die Prüfungsbücher dienen der Wiederholung und Selbstkontrolle.
Was wird in der mündlichen Prüfung gefragt?
In der mündlichen Prüfung geht es um dieselben Themen wie schriftlich, jedoch im Gespräch: Du erklärst Sachverhalte, begründest Entscheidungen und rechnest gelegentlich an der Tafel vor. Gefragt sind klare, strukturierte Antworten — nicht auswendig gelernte Formeln.
Nächster Schritt
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