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Konzession & Recht

Mietwagenkonzession Kosten & Ablauf 2026 — komplette Aufstellung

F. Bakir · Fachliche Leitung13. Juli 202610 Min. Lesezeit

Wer 2026 in den Uber-, Bolt- oder FreeNow-Markt einsteigen will, braucht keine Taxikonzession — sondern eine Mietwagenkonzession nach § 49 PBefG. Die Kostenblöcke sind anders verteilt als bei Taxis, und das Zusammenspiel aus Antragsgebühr, IHK-Fachkunde, Vorbereitungskurs und Eigenkapital-Nachweis überrascht viele Gründer. Diese Aufstellung zeigt jede Position mit Zahl, Rechtsgrundlage und realistischer Zeitplanung.

🏛️

Antragsgebühr

200–500 €

📜

IHK-Fachkunde Stuttgart

255 €

💻

Vorbereitungskurs online

999 €

💰

Eigenkapital 1. Fahrzeug

2.250 €

🚗

Je weiteres Fahrzeug

+ 1.250 €

⏱️

Bearbeitungszeit

4–12 Wochen

Was ist die Mietwagenkonzession (§ 49 PBefG)?

Die Mietwagenkonzession ist die behördliche Genehmigung nach § 49 PBefG für die gewerbliche Personenbeförderung mit einem Mietwagen. Sie ist die Rechtsgrundlage, auf der Uber-, Bolt- und FreeNow-Partnerbetriebe in Deutschland arbeiten. Anders als die Taxikonzession nach § 47 PBefG unterliegt der Mietwagen-Betrieb keiner Beförderungs- und keiner Tarifpflicht — Preise sind frei kalkulierbar, ein Kundenauftrag kann grundsätzlich abgelehnt werden.

Wer den grundsätzlichen Vergleich sucht, findet ihn im Ratgeber Mietwagen vs. Taxi — die Unterschiede. Die App-basierte Praxis für 2026 ist im Uber-Bolt-Vorbereitungsguide beschrieben.

Alle Kostenblöcke im Überblick 2026

Mietwagenkonzession — alle Kostenblöcke 2026

Antragsgebühr (Landesgebührenordnung)
je nach Genehmigungsbehörde
200–500 €
IHK-Fachkundeprüfung
Stuttgart; bundesweit 220–280 €
255 €
Vorbereitungskurs (online)
AZAV, mit Bildungsgutschein 0 €
999 €
Vorbereitungskurs (Präsenz)
2-wöchiger Intensivkurs
bis 1.500 €
Führungszeugnis Belegart O
Bürgeramt/Online-Portal
13 €
Gewerbezentralregister-Auszug
§ 150 GewO
13 €
Steuerliche Unbedenklichkeit
je Finanzamt
0–20 €
Eigenkapital-Nachweis 1. Fahrzeug
§ 2 PBZugV — nicht Ausgabe, Vorhaltebetrag
2.250 €
Gesamtca. 1.700–2.500 € (ohne Fahrzeug)

Zusätzlich zur reinen Konzession fallen später Fahrzeug, KFZ-Versicherung mit Personenbeförderungs-Klausel, Fiskal- bzw. Alternativ-Nachweis, App-Provisionen und laufende Betriebskosten an — diese sind nicht Teil der Konzessions-Kalkulation.

Antragsgebühr: 200–500 € je Behörde

Die Antragsgebühr richtet sich nach der Landesgebührenordnung der jeweiligen Genehmigungsbehörde und liegt in der Praxis zwischen 200 € (Landkreise) und 500 € (Berlin, München bei komplexen Anträgen). Wichtig zu wissen: Die Gebühr wird auch fällig, wenn der Antrag am Ende abgelehnt wird — sie ist eine Verwaltungsgebühr für die Prüfung, nicht für die Erteilung.

Die Konzession ist zunächst auf 5 Jahre befristet und muss danach verlängert werden. Die Verlängerungsgebühr ist meist niedriger als der Erstantrag, weil einige Nachweise entfallen können — die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit und der persönlichen Zuverlässigkeit läuft aber erneut.

IHK-Fachkundeprüfung: 255 € in Stuttgart

Die Prüfungsgebühr wird von der zuständigen IHK festgesetzt. In Stuttgart sind es 255 €, bundesweit bewegen sich die Werte zwischen 220 € und 280 €. Der schriftliche Teil dauert 120 Minuten am Stück, ohne Pause und ohne Puffer. Bestanden ist die Prüfung mit mindestens 60 % im Gesamtergebnis und mindestens 50 % in jedem einzelnen Sachgebiet — die 60/50-Regel des § 4 PBZugV. Wer nur in einzelnen Sachgebieten unter 50 % liegt, wiederholt gezielt nur diese, nicht die gesamte Prüfung.

Der wichtigste Vorteil für Mietwagen-Gründer: Die IHK-Fachkundeprüfung ist inhaltlich identisch mit der Prüfung für die Taxikonzession. Ein einmal erworbenes Fachkundezeugnis reicht für beide Konzessions-Typen — und bleibt auch bei einem späteren Wechsel vom Mietwagen- ins Taxigewerbe gültig. Die inhaltliche Vorbereitung ist im IHK-Fachkunde-Leitfaden beschrieben.

Vorbereitungskurs: 999–1.500 € (mit Bildungsgutschein 0 €)

Der Vorbereitungskurs auf die IHK-Fachkundeprüfung ist der größte einzelne Kostenblock — und gleichzeitig der Block mit den größten Sparpotenzialen.

Kurs-Varianten & Finanzierung

Online-Kurs (AZAV-zertifiziert)
6–8 Wochen, ortsunabhängig
999 €
Präsenz-Intensivkurs
2 Wochen, klassisches Format
bis 1.500 €
Mit Bildungsgutschein § 81 SGB III
ALG-I/Bürgergeld-Bezug, 100 % Übernahme
0 €
Gesamt0–1.500 €

Eigenkapital-Nachweis: 2.250 € + 1.250 € je weiteres Fahrzeug

Der Eigenkapital-Nachweis ist keine Ausgabe, sondern ein Vorhaltebetrag. Das Geld bleibt auf deinem Konto — es muss aber jederzeit dort greifbar sein, nicht dauerhaft in Fahrzeug oder Betriebsmittel investiert. Nachweise, die Behörden akzeptieren: aktueller Kontoauszug (nicht älter als 3 Monate), Bankauskunft, notariell bestätigte Bürgschaft.

Eigenkapital-Bedarf nach Flottengröße

1 Fahrzeug
Grundbetrag
2.250 €
2 Fahrzeuge
+ 1.250 € je weiteres
3.500 €
3 Fahrzeuge
2.250 + 2 × 1.250
4.750 €
5 Fahrzeuge
2.250 + 4 × 1.250
7.250 €
10 Fahrzeuge
2.250 + 9 × 1.250
13.500 €
Gesamt§ 2 PBZugV

Zusätzlich verlangen viele Genehmigungsbehörden eine Bonitätsauskunft (SCHUFA, Creditreform) — nicht als Nachweis der Zahlungsfähigkeit im engeren Sinn, sondern als Signal für die persönliche Zuverlässigkeit.

Bearbeitungszeit: 4–12 Wochen — realistische Zeitplanung

Die Standardzeit für die Bearbeitung eines vollständigen Antrags liegt bei 4–8 Wochen. In Metropolen mit hoher Antragslast (Berlin, München, Hamburg) sind 8–12 Wochen realistisch. Die Zeit setzt sich aus mehreren parallelen Prüfschritten zusammen:

  • Vollständigkeitsprüfung — 1–2 Wochen. Unvollständige Anträge lösen eine Nachforderung aus, die die Bearbeitung um 2–4 Wochen verlängert.
  • Zuverlässigkeitsprüfung — Führungszeugnis Belegart O muss von dir selbst beschafft und mit eingereicht werden. Beschaffung dauert 2–3 Wochen.
  • Finanzielle Leistungsfähigkeit — Behörde prüft Bankauskunft und ggf. Bonität; parallel läuft die Rückfrage beim Finanzamt zur steuerlichen Unbedenklichkeit (1–2 Wochen).
  • Fachkunde — die Behörde prüft dein eingereichtes IHK-Fachkundezeugnis. Deshalb: Prüfung möglichst vor Antragstellung ablegen.

Praktisch spart der parallele Start von Fachkundeprüfung und P-Schein-Antrag 4–6 Wochen Vorlauf. Einen Anspruch auf beschleunigte Bearbeitung gibt es nicht; die Untätigkeitsklage nach § 75 VwGO ist erst nach 3 Monaten möglich und praktisch selten sinnvoll.

Betriebssitz + Rückkehrpflicht (§ 49 Abs. 4 PBefG)

Der Betriebssitz ist die zentrale Adresse für die Mietwagenkonzession und für die Rückkehrpflicht. Er muss ein gewerblich gemeldeter Standort sein. Reine Privatwohnungen werden nur akzeptiert, wenn dort auch das Gewerbe angemeldet ist und die räumlichen Verhältnisse eine geschäftsmäßige Nutzung erlauben — bei größeren Flotten verlangen Behörden meist einen separaten Betriebshof.

Bundesland-Übersicht: Gebühren + Bearbeitungszeiten 2026

Genehmigungsbehörden — Gebühren & Bearbeitungszeit

Berlin (LABO)
Bearbeitung 8–12 Wochen
300–500 €
München (KVR)
Bearbeitung 6–10 Wochen
350–500 €
Hamburg (BVM)
Bearbeitung 6–10 Wochen
250–450 €
Stuttgart (Amt f. öff. Ordnung)
Bearbeitung 4–8 Wochen
200–400 €
Frankfurt am Main (Ordnungsamt)
Bearbeitung 6–10 Wochen
250–450 €
Köln (Ordnungsamt)
Bearbeitung 6–10 Wochen
200–400 €
Landkreise (Landratsamt)
Bearbeitung 4–8 Wochen
200–350 €
GesamtStand 2026

Die im Ratgeber Taxikonzession Berlin, München, Hamburg beschriebenen Kontingent-Beschränkungen greifen nicht bei der Mietwagenkonzession — der Konzessionsstopp nach § 13 Abs. 4 PBefG ist auf Taxis begrenzt. Wer in Berlin, München oder Hamburg starten will, bekommt die Mietwagenkonzession auch weiterhin ohne Wartezeit.

Ablauf: 6 Schritte vom Antrag bis zur Erteilung

Der Weg zur Mietwagenkonzession

  1. IHK-Fachkundeprüfung bestehen

    Vorbereitungskurs 999 € online + Prüfungsgebühr 255 € in Stuttgart. Kalkulierbarer Zeitaufwand: 6–8 Wochen für die Online-Variante, dann Prüfungstermin.
  2. P-Schein nach § 48 FeV

    Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung: 200–400 € Gebühren, 4–8 Wochen Bearbeitung. Gilt für dich als Fahrer, nicht für die Konzession selbst — aber du brauchst ihn, um im eigenen Betrieb mitzufahren.
  3. Führungszeugnis + Gewerbezentralregister

    Belegart O beim Bürgeramt oder online beantragen. Gebühr rund 30 €, Beschaffungsdauer 2–3 Wochen. Direkt an die Genehmigungsbehörde adressieren lassen.
  4. Eigenkapital-Nachweis vorbereiten

    2.250 € auf Geschäftskonto verfügbar, aktuelle Bankbestätigung oder Kontoauszug. Bonitätsauskunft parallel bestellen (SCHUFA/Creditreform, rund 30 €).
  5. Betriebssitz-Nachweis

    Mietvertrag der Betriebsstätte oder Gewerbeanmeldung mit Betriebssitz-Adresse. Bei Wohnadresse: schriftliche Erlaubnis des Vermieters für gewerbliche Nutzung.
  6. Antrag bei der Genehmigungsbehörde

    Alle Unterlagen gebündelt einreichen. Bearbeitungszeit 4–12 Wochen. Antragsgebühr 200–500 € wird meist bei Antragstellung fällig, nicht erst bei Erteilung.

Häufige Fallstricke — was 2026 die Konzession verzögert

  • Falsches Führungszeugnis — Belegart O ist Pflicht (an Behörde adressiert), nicht das Standard-Führungszeugnis für private Zwecke. Häufigster Nachbesserungs-Grund.
  • Veraltete Dokumente — Kontoauszug, Bankauskunft und Bonitätsauskunft dürfen bei Einreichung nicht älter als 3 Monate sein. Bei längerer Bearbeitungszeit ggf. nachreichen.
  • Fehlende steuerliche Unbedenklichkeit — Rückstände beim Finanzamt oder ein noch nicht eingereichter Steuerbescheid führen zu Rückfragen und Verzögerung um 2–4 Wochen.
  • Unklarer Betriebssitz — Privatwohnung ohne gewerbliche Nutzung wird abgelehnt, wenn die Behörde eine geschäftsmäßige Präsenz erwartet (v. a. bei Flotten ab 2 Fahrzeugen).
  • Eigenkapital auf Privatkonto — Nachweise vom Privatkonto werden häufig hinterfragt. Geschäftskonto einrichten und Bestätigung ausdrücklich für den Betrieb ausstellen lassen.
  • KFZ-Versicherung ohne Personenbeförderungs-Klausel — spätestens bei Fahrzeug-Anmeldung fällt es auf. Klausel vorab mit dem Versicherer klären.
  • Praktikerregelung § 7 PBZugV missverstanden — 3 Jahre leitende Tätigkeit ersetzen die Fachkunde nur für ehemalige Betriebsleiter. Für Neueinsteiger ohne diese Historie führt kein Weg an der IHK-Prüfung vorbei.

Fazit — was kostet die Mietwagenkonzession wirklich?

Die reinen Antrags-Nebenkosten liegen 2026 realistisch bei 1.700–2.500 € — Antragsgebühr, IHK-Fachkunde, Vorbereitungskurs und Führungszeugnisse zusammengerechnet. Mit Bildungsgutschein für den Kurs sinkt der Aufwand auf 500–800 €. Der Eigenkapital-Nachweis von 2.250 € ist keine Ausgabe, sondern ein Vorhaltebetrag, der auf deinem Konto bleibt.

Der zeitliche Aufwand von Kursbeginn bis zur Konzessionserteilung liegt bei 3–6 Monaten — die Fachkundeprüfung ist der einzige Baustein, der einen Vorlauf von 2–3 Monaten braucht. Wer Fachkunde, P-Schein und Antragsvorbereitung parallel startet, kann den Gesamtzeitraum spürbar verkürzen.

Die zentralen Besonderheiten der Mietwagenkonzession gegenüber der Taxikonzession: keine Beförderungspflicht, freie Preise, aber Rückkehrpflicht nach § 49 Abs. 4 PBefG. Wer diese Regel im laufenden Betrieb ernst nimmt, hat den größten juristischen Risikoblock unter Kontrolle.

Der schnellste Einstieg beginnt mit der IHK-Fachkunde. Der Online-Kurs für die IHK-Fachkundeprüfung ist AZAV-zertifiziert und bereitet gezielt auf die 120-Minuten-Prüfung nach § 4 PBZugV vor — ab 999 €, mit Bildungsgutschein 0 € Eigenanteil. Vertiefend zum Uber-/Bolt-Alltag lohnt der Blick in den Uber-Mietwagen-Konzessions-Guide, zur Alternativen-Frage der Vergleich Mietwagen vs. Taxi und für die klassische Route der Ratgeber Taxikonzession beantragen.

Häufige Fragen

8 Antworten auf die meistgestellten Fragen rund um dieses Thema.

Was kostet die Mietwagenkonzession insgesamt 2026?

Die reinen Antrags-Nebenkosten liegen bei 1.700–2.500 €: Antragsgebühr 200–500 €, IHK-Fachkundeprüfung 255 € in Stuttgart, Vorbereitungskurs 999 € online, Führungszeugnis + Gewerbezentralregister rund 30 €. Das Eigenkapital von 2.250 € (erstes Fahrzeug) wird nicht ausgegeben, sondern nachgewiesen — es bleibt dein Geld. Mit Bildungsgutschein nach § 81 SGB III für den Vorbereitungskurs reduziert sich der Aufwand auf 500–800 €. Nicht in dieser Kalkulation: Fahrzeug, KFZ-Versicherung mit Personenbeförderungs-Klausel, Taxameter-Alternative und laufende Betriebskosten.

Wie hoch ist der Eigenkapital-Nachweis nach § 2 PBZugV?

2.250 € für das erste Fahrzeug plus 1.250 € für jedes weitere Fahrzeug in der Flotte. Nachweis erfolgt über Kontoauszug, Bankauskunft oder Bürgschaft. Bei drei Fahrzeugen also 2.250 + 2 × 1.250 = 4.750 €, bei fünf Fahrzeugen 7.250 €. Das Eigenkapital muss über die gesamte Konzessionsdauer verfügbar bleiben — Behörden prüfen bei der Verlängerung nach 5 Jahren stichprobenartig nach. Der Betrag darf nicht dauerhaft ins Fahrzeug oder in Betriebsmittel investiert werden, er ist der Puffer für die finanzielle Leistungsfähigkeit.

Wie lange dauert die Bearbeitung des Konzessionsantrags?

Standard 4–8 Wochen, in Großstädten mit hoher Antragslast 8–12 Wochen. Entscheidende Faktoren: Vollständigkeit der Unterlagen (unvollständige Anträge verlängern die Bearbeitung um weitere 2–4 Wochen durch Nachforderungen), Zuverlässigkeitsprüfung, Beschaffung des Führungszeugnisses und Rückfragen beim Finanzamt zur steuerlichen Unbedenklichkeit. Praktischer Tipp: Fachkundeprüfung und P-Schein parallel zum eingereichten Antrag laufen lassen — das spart 4–6 Wochen Vorlauf. Einen Anspruch auf Beschleunigung gibt es nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Taxi- und Mietwagenkonzession?

Die Taxikonzession nach § 47 PBefG umfasst Beförderungs- und Tarifpflicht sowie das Recht, am Halteplatz zu warten und Fahrgäste spontan aufzunehmen. Die Mietwagenkonzession nach § 49 PBefG erlaubt freie Preisgestaltung und hat keine Beförderungspflicht, unterliegt aber der Rückkehrpflicht nach § 49 Abs. 4 PBefG. Die IHK-Fachkundeprüfung ist inhaltlich identisch — ein bestandenes Fachkundezeugnis genügt für beide Konzessions-Typen. Der Konzessionsstopp betrifft nur Taxis, nicht Mietwagen.

Was bedeutet die Rückkehrpflicht praktisch?

Nach jeder abgeschlossenen Fahrt muss das Mietwagen-Fahrzeug zum Betriebssitz zurückkehren — außer ein neuer Beförderungsauftrag ist bereits vor Ende der aktuellen Fahrt am Betriebssitz eingegangen. Spontanes Warten an der Straße oder das Aufnehmen von Fahrgästen ohne Vorab-Vermittlung sind untersagt. Bei Uber, Bolt oder FreeNow müssen die App-Aufträge am Betriebssitz oder in dessen unmittelbarem Umkreis eingehen. Verstöße gegen die Rückkehrpflicht werden nach § 61 PBefG mit Bußgeldern bis zu 20.000 € geahndet, im Wiederholungsfall droht der Konzessionsentzug.

Welche Behörde ist für die Mietwagenkonzession zuständig?

Zuständig ist die Genehmigungsbehörde am Betriebssitz. In Berlin das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO), in München das Kreisverwaltungsreferat (KVR), in Hamburg die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM), in Stuttgart das Amt für öffentliche Ordnung, in Frankfurt am Main das Ordnungsamt. In Landkreisen ist es das jeweilige Landratsamt, Abteilung Straßenverkehr. Der Antrag wird immer bei der Behörde des tatsächlichen Betriebssitzes gestellt — nicht am Wohnort, wenn dieser abweicht.

Gibt es einen Konzessionsstopp für Mietwagen wie bei Taxis?

Nein — der Konzessionsstopp nach § 13 Abs. 4 PBefG betrifft ausschließlich Taxis, nicht Mietwagen. Berlin, München und Hamburg erteilen weiterhin Mietwagenkonzessionen ohne Kontingent-Begrenzung. Deshalb wählen viele Neueinsteiger für Uber, Bolt oder FreeNow den Mietwagen-Weg statt des in Metropolen schwer zugänglichen Taxi-Markts. Der Preis dafür ist die Rückkehrpflicht und das Vermittler-Modell — kein spontanes Anhalten an der Straße möglich.

Kann ich den Kurs mit Bildungsgutschein finanzieren?

Ja. Der IHK-Fachkunde-Vorbereitungskurs ist AZAV-zertifiziert und über den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III (nicht zu verwechseln mit § 45 SGB III — dem AVGS für Coaching und Vermittlung) finanzierbar. Bei laufendem ALG-I- oder Bürgergeld-Bezug übernehmen Arbeitsagentur oder Jobcenter 100 % — der Eigenanteil ist 0 €. Die Kursgebühr allein liegt bei 999 € für die Online-Variante bis 1.500 € für den Präsenz-Intensivkurs. Details zum Antragsweg im Ratgeber [Bildungsgutschein für den Taxi-Kurs](/ratgeber/bildungsgutschein-taxi-kurs).

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